Moneer Moukaddem

Moneer Moukaddem

Successif

Februar 2026

Die Erkenntnis eines Kindes

Ich war ehrenamtlich in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Beirut tätig und spielte in den engen Gassen mit einer Gruppe Jungs Fangen. Die Mauern um uns herum waren die Zeugen des grausamen Massakers von 1982, bei dem Hunderte palästinensischer Flüchtlinge getötet wurden. Als wir anhielten, um wieder zu Atem zu kommen, sah mich Adam neugierig an. 

„Warum kommst du immer wieder hierher?“

„Natürlich um euch zu helfen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen“, antwortete ich, wie es jeder selbstzufriedene Held tun würde.

Er beugte sich leicht vor, die Hände auf den Knien, seine Brust hob und senkte sich, während er zu Atem kam. Als er wieder zu mir aufsah, waren seine Worte bedacht und klar.

„Wir brauchen dich hier nicht. Dass du hierher kommst, ist wie eine Glühbirne in einem Raum zu wechseln. Wir brauchen ein neues Haus.“

Adams scharfsinnige Einsicht kratzte an meinem Ego, ebenso wie an meiner langjährigen Überzeugung, dass Gutes tun – nun ja – gut genug ist! Er war der Funken, der langsam ein Feuer in mir entfachte. In mir brannte die Frage: „Wie kann ich Gutes besser tun?“. Es sollte 15 Jahre dauern – in denen ich in der Forschung bei einem Public-Policy-Think-Tank arbeitete, eine Schule leitete und dann Impact-Beratung machte – bevor ich auf Effektiven Altruismus (EA) stieß und den Rahmen fand, um diese Frage zu beantworten.

Effektiven Altruismus kennenlernen 

In meinem Master-Studium in Social Business an der London School of Economics wurde uns Will MacAskills „Doing Good Better“ als Lektüre aufgegeben. So entdeckte ich nicht nur eine Philosophie, sondern auch eine soziale Bewegung, in der mit Herz und Verstand gefragt wird, wie man Gutes besser tun kann. Auf meiner ersten EA-Konferenz in London (2024), wollte ich eine Frage klären, die mich beschäftigte: Hatte die Bewegung etwas von einer Sekte? 

Die Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen mit verschiedenen Perspektiven beruhigten mich; das war keine homogene Gruppe. Was mich überzeugte war, dass die Menschen wirklich neugierig darauf waren, schwierige Fragen zu stellen, von Grundprinzipien ausgehend zu argumentieren und auch bereit waren, ihre Meinung zu ändern, wenn überzeugendere Argumente angebracht wurden.

EAGxBerlin als Karriere-Beschleuniger 

Die Teilnahme an der EAGxBerlin später in diesem Jahr wurde zum wahren Katalysator für meinen Karrierewechsel. Ich erhielt finanzielle Unterstützung durch das Konferenzteam von EA Deutschland, was mir die Teilnahme ermöglichte. Die Kontakte, die ich dort knüpfte, beschleunigten meine Reise extrem. Zum Beispiel zeigte mir die Begegnung mit Lilli von AI Safety Ungarn, dass jemand mit einem nicht-technischen Hintergrund (wie ich!) nicht nur KI-Alignment-Kurse absolvieren, sondern tatsächlich auch in diesem Bereich arbeiten kann.

Auf derselben Konferenz organisierte ich auch zwei Treffen, die unerwartete Türen öffneten. Eine Sitzung zu Islam und Effektivem Altruismus (EA) entfachte Diskussionen über die mögliche Gründung einer muslimischen Organisation für effektives Spenden. Eine andere – über den Umgang mit schwierigen Gesprächen in wirkungsorientierten Organisationen – bestätigte, dass sich meine Moderationsfähigkeiten und Expertise in gewaltfreier Kommunikation sinnvoll in dieses neue Feld übertragen ließen und brachte mich mit meinem zukünftigen Karriereberater Simon Haberfellner von Successif zusammen. Von ihm erfuhr ich sechs Monate später von dem Job, in dem ich heute tätig bin.

Ein Themengebiet, verschiedene Rollen 

Diese Konferenz-Kontakte führten zu Beratungsrollen, Kursen und Coachingaufträgen, die meinen Karriereweg veränderten. Ich absolvierte KI-Alignment-Kurse über AI Safety Hungary und BlueDot Impact, war Mitglied in Beiräten für High Impact Medicine und die European Networks for AI Safety (ENAIS) und entwickelte SyDFAIS, ein Systemic Design Framework for AI Safety Field-Building. Ich begann auch, Coaching für Führungskräfte in diesem Bereich anzubieten, mit Schwerpunkt auf effektivem Projektmanagement, Mitarbeiterführung und Organisationskultur.

Karriereberatung in der KI-Sicherheit 

Jetzt helfe ich als Karriereberater bei Successif erfahrenen Fachkräften dabei, ähnliche Entscheidungen zu treffen, wie ich sie so oft getroffen habe. Konkret möchte ich sie dabei unterstützen, ihre Karrieren auf die Reduktion von Risiken durch KI auszurichten. Für mich gehören die Risiken durch KI zu den drängendsten Problemen unserer Zeit und um diese anzugehen, braucht es die Perspektiven von Personen mit unterschiedlichen Hintergründen und Expertisen. Wir bieten Einzelberatung, Workshops, persönliche Kontaktvermittlung und Job-Empfehlungen an. 

Daneben gebe ich weiterhin Coachings für Führungskräfte, die mit komplexen Aufgaben im Aufbau und in der Skalierung von wirkungsorientierten Teams konfrontiert sind. Was mich am meisten antreibt, sind die authentischen Beziehungen zu den erfahrenen Fachleuten, die ich auf ihrer persönlichen Reise begleiten darf.

Mehr über meine persönliche Reise und meinen Werdegang könnt ihr auch im EA-Forum-Beitrag  „15 Unconventional Ways I Used My Generalist Background to Transition into a High-Impact Career“ erfahren.

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