Henning Peters

Acción Transformadora (ACTRA)

Juni 2025

Meine ersten Berührungspunkte mit Effektivem Altruismus

Meine erste Begegnung mit Effektivem Altruismus (EA) war im Jahr 2017, noch während meines Psychologiestudiums. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich darauf gestoßen bin – wahrscheinlich über einen Podcast oder Blogartikel. Aber ich war sofort begeistert. Ich habe mir Doing Good Better, The Life You Can Save und das 80.000 Hours-Handbuch bestellt und verschlungen, mir einen Forum-Account erstellt und angefangen, meine Familie und Freund:innen mit Spenden-Empfehlungen zu „nerven”. Ich habe sogar auf ein paar kleinen Festivals Vorträge zu EA gehalten – mit selbstgebasteltem Plakat und improvisiertem Beamer. 

Anschluss an die EA-Community

Trotzdem hat es bis 2023 gedauert, bis ich wirklich Anschluss an die EA-Community gefunden habe – damals über das Programm zur Karriereplanung von EA Deutschland. Ich war beruflich an einem Wendepunkt und dachte: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Der Kurs war ein echter Augenöffner – plötzlich war ich nicht mehr allein mit meinen Fragen. Anschließend nahm ich an der EAGxBerlin teil (große Empfehlung für beides!) und bewarb mich danach für das  Ambitious Impact Charity Incubation Programm, wofür ich angenommen wurde. Damit begann mein erstes „EA-Projekt in Vollzeit“.

Über Klimaaktivismus zum Effektiven Altruismus

Zuvor war ich viele Jahre in der Klimabewegung aktiv – u.a. in der Waldbesetzung im Hambacher Forst und als Mitgründer von Kampagnen wie „Kassel Kohlefrei“. Dabei habe ich oft versucht, EA-Prinzipien anzuwenden: zum Beispiel mich auf Rollen zu fokussieren, die sonst niemand übernehmen wollte, oder den Impact von Projekten messbar zu machen. Dennoch hatte ich zunehmend das Gefühl, dass der Klimabereich – zumindest meine konkrete Rolle in einer eher klassischen Umweltschutzorganisation mit Fokus auf Energiewende in Deutschland – nicht zu den am stärksten vernachlässigten Feldern gehört.

ACTRA – Stärken statt wegsperren

Im AIM Charity Incubation Programm bin ich in ein ganz neues Feld gewechselt und habe Acción Transformadora (ACTRA) mitgegründet. Wir entwickeln in Kolumbien ein Gruppenprogramm auf Basis kognitiver Verhaltenstherapie, das junge Menschen mit erhöhtem Risiko dabei unterstützt, nicht in die Kriminalität abzurutschen. Langfristig wollen wir das Programm frei verfügbar machen, sodass es in ganz Lateinamerika angewandt werden kann. Besonders wichtig finde ich, dass unser Ansatz Menschen stärkt und ihnen neue Perspektiven eröffnet – statt sie wegzusperren. Gleichzeitig ist das Schadenspotenzial von Gewaltkriminalität enorm: Jeder verhinderte Rückfall oder geschlichtete Konflikt kann Leben retten. Das überzeugt mich davon, dass diese Arbeit dringend benötigt wird.

Der Effektive Altruismus hat mein Denken darüber, was sinnvoller sozialer Wandel ist, grundlegend geprägt – und gibt mir heute einen klaren ethischen Kompass für meine Entscheidungen.

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