Porträt: Johannes Ackva
Johannes Ackva
Founders Pledge
August 2023
Ein früherer Kommilitone (Hauke Hillebrandt) wurde 2015 Research Director von Giving What We Can und fing dann an, Facebook mit Artikeln zum effektiven Spenden und zum Effektiven Altruismus zu fluten. Das war im Mai 2015, als gerade The Life You Can Save herauskam, und dann später im Sommer Doing Good Better. Diese Ideen waren für mich sofort recht “intuitiv” und ich war froh, endlich ein systematisch zu Ende gedachtes Framework und eine Community zu entdecken, die sich mit der Frage beschäftigte, wie man möglichst viel Gutes erreichen könnte.
EA zu entdecken war ein großer “aha”-Moment für mich. Einerseits hat das vieles bestätigt, was in meinem früheren Umfeld als eher extrem wahrgenommen wurde (Stichwort: moralisch sehr ambitioniert sein), andererseits war es aber auch ein riesiger Anstoß, systematischer in meinem ethischen Denken und Handeln zu sein.
Zwei Beispiele: Im Jahr 2015 waren KI-Risiken ein extremes Nischenthema, mit dem ich dank EA konfrontiert wurde und mich zum Thema existentielle Risiken sensibilisierte. Auch das Thema Tierleid war mir zwar abstrakt bewusst, aber in seiner Größenordnung und Signifikanz unklar.
Als jemand, der in der deutschen Umweltbewegung groß geworden ist und in der Klimapolitik arbeitete, war es ein ziemlicher “Kulturschock”, mich dafür rechtfertigen zu müssen, an Klimathemen zu arbeiten. Damals war die EA-Literatur zum Thema Klima noch extrem rudimentär und, wenn auch im Grundsatz richtig – Klima ist nicht so stark vernachlässigt, dass es ein primäres EA Thema sein sollte – insgesamt nicht überzeugend.
Inzwischen leite ich das Klimateam von Founders Pledge, wo wir versuchen, auf Basis von fundierter Analyse –Datenanalysen, Modellen, Literaturrecherchen, etc. — die bestmöglichen Möglichkeiten zu finden und zu finanzieren, um Klimaschaden zu minimieren (Infos zum Beispiel hier und hier).
Meiner Meinung nach besteht der Hauptnutzen, das Thema Klima von einer EA-Perspektive anzugehen, darin, eine neue Sichtweise auf den Bereich zu entwickeln. Außerdem ist es sinnvoll, Organisationen und Ansätze zu unterstützen, die in der Mainstream-Klimadiskussion oft zu kurz kommen.
Ich selbst arbeite in Berlin, und der Rest meines Teams ist in Berlin, Miami, und Berkeley. Founders Pledge ist darüber hinaus in London, San Francisco, und New York vertreten.
Weiterführende Informationen zur Arbeit von Founders Pledge im Klima-Bereich findet ihr hier: founderspledge.com/climate
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- Porträt: Luisa Sandkühler (Junior Researcherin im Klimateam bei Founders Plege)
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