Sarah Tegeler

Effektiver Altruismus Deutschland e. V.

Mai 2025

Die Suche nach Wirkung

Schon während meines Kulturmanagement-Studiums in Hamburg und Edinburgh trieb mich eine zentrale Frage um: Wie kann ich nach meinem Abschluss wirklich etwas bewirken? Ein Moment während meiner Masterarbeit hat sich mir besonders eingeprägt. In einem Interview fragte mich mein Gesprächspartner:

„Was wollen Sie nach dem Studium machen?“
Ich antwortete spontan: „Ich möchte anderen helfen.“ 
Er erwiderte: „Wollen wir das nicht alle?“
Seine Rückfrage traf mich. Und sie ließ mich nicht mehr los.

Mir wurde klar: Es geht mir nicht einfach ums Helfen. Es geht mir darum, wie man möglichst effektiv hilft. Seitdem begleitet mich diese Frage. Sie lenkt meine beruflichen Entscheidungen und beeinflusst mein privates Leben. Vom Konzept des Effektiven Altruismus (EA) hatte ich damals noch nie gehört – aber das Gefühl, mehr bewirken zu wollen, war schon da.

Aha-Moment: Mein erster Kontakt 

Bereits während meiner ersten Jobs bei Stiftungen im Studium durfte ich erleben, wie viel man mit gut platzierten Fördergeldern bewegen kann. Es war faszinierend zu sehen, wie gezielte Unterstützung Ungleichheiten abbauen und Leben verändern kann. Das hat mich angespornt.

Gegen Ende meines Studiums erzählte mir ein Bekannter von EA. Ich war neugierig – und gleichzeitig abgeschreckt. Die Artikel im Internet dazu schienen lang und kompliziert. Doch dann stieß ich zufällig auf einen Einführungskurs. Die Diskussionen dort waren prägend: Ich lernte viel über globale Herausforderungen und ich erkannte, dass ich selbst mit einem Teilzeitjob und rund 1.000 Euro im Monat bereits zu den reichsten 10–15 % der Weltbevölkerung gehörte. Diese Erkenntnis veränderte meinen Blick auf meine Möglichkeiten.

Von der Theorie zur Praxis

Nach dem Studium arbeitete ich weiter in Stiftungen – mit einem neuen Fokus: Wie kann man Gelder im sozialen Bereich so einsetzen, dass sie tatsächlich den größten Unterschied machen? Ich lernte: Wirklicher Impact entsteht nicht automatisch. Es reicht nicht, einfach Geld zu geben – es kommt darauf an, wo, wann und wie man es einsetzt.

Ich fand keine einfachen Antworten. Aber der EA-Ansatz half mir, Ordnung ins Chaos zu bringen: Probleme systematisch nach Größe, Lösbarkeit und Vernachlässigung zu bewerten – und Prioritäten zu setzen. Dieser analytische Blick begeistert mich bis heute.

Vom lokalen Engagement zum bundesweiten Verein

In Hamburg belebte ich die lokale EA-Gruppe neu. Es wurde ein Ort für Austausch, Lernen und gemeinsames Nachdenken darüber, wie wir unsere Ressourcen bestmöglich einsetzen können.

Durch das Engagement in der Gruppe lernte ich schließlich den deutschlandweiten Verein kennen, der erstmals eine Vollzeitstelle schaffen wollte. Ich bewarb mich – und leite nun seit 2,5 Jahren Effektiver Altruismus Deutschland e. V.

Ich spende etwa 10 % meines Einkommens und habe dazu ein öffentliches Versprechen („Pledge“) abgegeben, das ich jährlich erneuere. Es fühlt sich kraftvoll an, mit einem vergleichsweise kleinen Verzicht so viel für andere bewirken zu können.

Meine Motivation: Gemeinsam mehr bewegen

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen erfahren, wie viel sie bewirken können – sei es durch ihren Job, durch effektives Spenden oder durch ehrenamtliches Engagement.

Wir bei Effektiver Altruismus Deutschland e.V. unterstützen Menschen dabei, herauszufinden, wie sie ihre Fähigkeiten und Mittel am wirkungsvollsten einsetzen können. Denn Effektiver Altruismus ist für mich keine trockene Theorie. Es ist eine Einladung: Mit Herz und Verstand für eine bessere Welt zu handeln.

Jede:r kann einen Unterschied machen. Und gemeinsam können wir noch viel mehr bewegen.

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