Sven Herrmann

Global Priorities Institute

März 2025

Svens Weg zum Effektiven Altruismus

Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich dem Effektiven Altruismus (EA) im Jahr 2013 zum ersten Mal begegnet. Jemand hatte mir die GiveWell-Website empfohlen, auf der ich anfing, mich mit der Idee des effektiven Altruismus zu beschäftigen. Das alles hat für mich immer mehr Sinn ergeben. Trotzdem hat es noch eine Weile gedauert, bis ich mich richtig engagierte und ab 2018 habe ich mich dann stärker in die EA-Community eingebracht. Das war zwei Jahre nachdem ich an meinem ersten EA-Event teilgenommen und auf der EA Global 2016 auch den Trial Pledge unterschrieben hatte. Später habe ich auch den 10% Pledge abgelegt. Das Spenden eines Teils meines Einkommens ist für mich eine wichtige Erinnerung daran, dass es Menschen und andere fühlende Wesen auf der Welt gibt, die deutlich weniger privilegiert sind als ich und viele Menschen in meinem Umfeld.

Welches sind die wichtigsten Probleme?

Zur gleichen Zeit habe ich mich außerdem ernsthafter damit beschäftigt, einen Weg zu finden, meine Karriere so zu verändern, um damit das bestmögliche Gute zu bewirken. Seit Anfang 2019 arbeite ich deshalb am Global Priorities Institute (GPI) in Oxford als Head of Research Operations. Unser Ziel am GPI ist es, hochwertige akademische Grundlagenforschung zu betreiben, und zwar zu Fragen, die tatsächlich wichtige praktische Implikationen haben. Die Idee ist, dass wir durch unsere Forschung letztendlich Entscheidungstragende informieren können, die ihre Ressourcen nutzen möchten, um möglichst viel Gutes zu bewirken. Wir versuchen auch, andere Akademiker:innen in unseren Disziplinen (zur Zeit arbeiten wir in den Feldern Philosophie, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie) dazu zu bewegen, an den Themen zu arbeiten, die wir für die drängendsten halten. 

Svens Arbeit am Global Priorities Institute

Mein Job am GPI besteht im Wesentlichen darin, das Institut am Laufen zu halten: Überwachung unserer Abläufe, Organisation von Veranstaltungen, Kommunikation, Leiten eines kleinen Teams, Verwaltung, sowie Unterstützung in Fundraising und Strategieplanung. Ich finde es spannend und motivierend, mit einem Forschungsteam zu arbeiten, das versucht, einige sehr schwierige Probleme zu lösen, deren Lösungen im Endeffekt eine signifikante positive Wirkung haben könnten.

Effektiver Altruismus als Frage

Meine Arbeit passt auch sehr gut zu dem Aspekt von EA, den ich am wichtigsten finde: EA als Frage zu sehen und nicht als eine spezifische Ideologie oder Handlungsanweisung. „Wie können wir mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen das größtmögliche Gute bewirken?“. Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage, und die Antwort verändert sich im Laufe der Zeit, während wir immer mehr Wissen dazugewinnen. Ich persönlich bin mir bei der Priorisierung zwischen verschiedenen Problemen auch unsicher, da dies von vielen moralischen und empirischen Fragen abhängt, auf die wir bisher noch keine guten Antworten haben. Es gibt viele wichtige Probleme, und wir versuchen herauszufinden, welche die meiste Aufmerksamkeit verdienen. Verständlicherweise haben verschiedene Menschen unterschiedliche Antworten auf diese Frage, aber gemeinsam können wir Fortschritte bei der Lösung vieler dieser Probleme machen.

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